Durchsuchen nach
Category: Frankreich

Chateau Léoville Las Cases Saint Julien, 1983

Chateau Léoville Las Cases Saint Julien, 1983

Das blinde Trinken ist eine ewige Fortsetzungsgeschichte vom Scheitern… Letztlich habe ich den Wein zwar als Bordeaux aus Saint Julien erkannt („Pauillac“ kreiste zwischenzeitlich auch in meinem Kopf), gleichwohl machte ich diesen Wein doch schlicht um schlanke 13 Jahre jünger, als er in Wirklichkeit war. So jugendlich seine Farbe, so (kraft-)voll noch immer seine Frucht. Keine tertiären Aromen… ach, was solls. Die ewige Geschichte halt… Dunkler purpurroter Kern, kaum Aufhellungen zum Rand hin. Recht tiefe Nase, bestimmt von einer cabernetigen…

Weiterlesen Weiterlesen

Chateau Phélan Ségur Saint-Estèphe, 1995

Chateau Phélan Ségur Saint-Estèphe, 1995

Ziegelrot mit orangefarbenen Reflexen zum Rand hin. Wir hatten den Wein karaffiert und für gut 1,5 Stunden auf die Terasse gestellt, die abendlich herbstlichen Temperaturen kühlten den Wein ein wenig herunter, sodass er mit gefühlten 15 Grad ins Glas kam. In der leisen Nase Anklänge an feuchten, leicht pilzigen Waldboden, Laub, Orangen, dazu Kirsche. Eher subtil gezeichnet, nur etwas Tabak vernehme ich noch. Einigkeit am Tisch, wir haben den Wein im letzten Viertels seines Lebens geöffnet – morbide ist das…

Weiterlesen Weiterlesen

Chateau Rauzan Despagne Grande Réserve, 2001

Chateau Rauzan Despagne Grande Réserve, 2001

Dieser Wein erinnert mich spontan an den Typ von Frau, die zu einer Party kommt und direkt alle Aufmerksamkeit auf sich zieht. Zu übertrieben laut ihr Lachen, zu selbstverliebt das Kokettieren – kein Bedarf für subtile Reize, heute will sie einfach spielen. Sie weiß genau, dass und wie sie wirkt. Und zieht die Männer damit an wie das Licht die Fliegen. Nein, niemand würde diese Frau zum Altar führen wollen, Gott bewahre. Mit ihr aber die Nacht zu durchfeiern, sie…

Weiterlesen Weiterlesen

Domaine Bernard Morey Chassagne Montrachet Vielle Vignes, 2004

Domaine Bernard Morey Chassagne Montrachet Vielle Vignes, 2004

Tag 1. Leicht transparentes Rubinrot. In der für einen Pinot recht lauten und von rauchig-würzigen Noten geprägten Nase Sauerkirsche, rote Beeren, viel grüne Kräuter – wird mit weiterer Luftzufuhr im Glas in seiner eher rustikalen Art fortgesetzt, es schälen sich verhalten feine Bitterschokoladentöne hervor. Ansprechend. Kaum im Mund, breitet sich ein Säureteppich über die Papillen aus, er dominiert das Mundgefühl – nein, das ist nicht in der Balance. Vergellt mir den Trinkspass aber nicht völlig (andere Ansicht: mein significant other)….

Weiterlesen Weiterlesen

Chateau Poujeaux Molise-en-Medoc, 1997

Chateau Poujeaux Molise-en-Medoc, 1997

Im Glas ein leicht transparentes, dunkles Rubinrot, das sich zum Rand hin in orange-braunen Reflexen verläuft. Die Nase ist eines trüb verregneten Mittwochs höchst unangemessen, denn das hat Feiertagsqualität! Komplex! Rote Fruchtaromen (Johannisbeere, Kirsche, etwas Cassis) haben sich verbunden mit orientalischem Gewürz, flankiert von einem perfekten Holzarrangement – ein feiner Zedernton, der von Schokotönen und etwas Mokka verführerisch begleitet wird. Mit mehr Luft auch verhalten etwas Unterholz, Hagebutte und grüne Kräuter. Schichtenweise kann man sich hier durch das Glas nach…

Weiterlesen Weiterlesen

Meyer-Fonne Riesling trocken Pfoeller, 2005

Meyer-Fonne Riesling trocken Pfoeller, 2005

Strohgelb im Glas. Ein ganzer Korb reifer, gelber Früchte; Aprikose, Pfirsich, mürber Apfel. Dahinter die typische jodige und kräuterige Mineralik von Meyer-Fonné. Sein Alter zeigt sich zart an, ganz dezent Anklänge an Limetten-Blätter und feinen, oxidativen Noten. Die Allermeisten sind spontan begeistert. Im Mund überzeugt der Wein auch die letzten Skeptiker, derart saftig, frisch und einschmeichelnd ist der Antrunk trotz seiner fünf Jahre. Wieder diese fast überschwängliche Frucht nach reifen Aprikosen und Pfirsichen, die jedoch überaus elegant auf der Zunge tanzt….

Weiterlesen Weiterlesen

Meyer-Fonné Riesling Vignoble de Katzenthal, 2005

Meyer-Fonné Riesling Vignoble de Katzenthal, 2005

Klasse Nase! Sehr fruchtig, nach reifen gelbfleischigem Steinobst und dem Abrieb von Zitronen. Zugleich intensiv mineralische Noten nach Wachs, mildem Rauch und leicht süßlichem Tabak. Ganz zart ist eine Elsässer Typizität zu erkennen und Alterstöne. Im Mund auch zunächst saftig und intensiv, jetzt spielen jedoch die kreidigen, mineralischen Aromen die erste Geige. Die Frucht tritt spürbar zurück. Der Wein war wohl vor einem Jahr noch frischer, trotzdem wirkt alles noch sehr harmonisch, von guter Nachhaltigkeit und einer gewissen Tiefe. Die…

Weiterlesen Weiterlesen

Chateau Gaudrelle „Le Sec du Chateau Gaudrelle“ Vouvray, 2007

Chateau Gaudrelle „Le Sec du Chateau Gaudrelle“ Vouvray, 2007

Ein tauglicher Begleiter zu frischen Pfifferlingen in Petersiliensahnesoße mit Capellini – so war meine Kelleraufgabe definiert. Auf dem Weg in den Keller entsann ich mich dieses Vouvrays, der als Geburtstaggeschenk in unseren Keller gewandert war. Vouvray, das werden die mitlesenden Kenner wissen, ist eine nach dem Städtchen Vouvray benannte Appellation, in nicht all zu großer Ferne der bekannteren Stadt Tours gelegen. Sie umfasst über 2000 ha Rebfläche. Der unmittelbaren Nähe zur Loire ist es geschuldet, dass die Böden überwiegend aus…

Weiterlesen Weiterlesen

Zind-Humbrecht Riesling Clos Häuserer, 2003

Zind-Humbrecht Riesling Clos Häuserer, 2003

[18. Mai 2008] Im Glas strahlendes, helles Bernstein. Der Wein zieht deutliche Kirchenfenster im Glas, was eine hohe Extraktdichte vermuten lässt. Die Nase eine Wucht von einem buntem Kräuterstrauß aus Thymian, Majoran und etwas Dill, daneben deutliche Mineralik, Feuerstein und feinste Petrolnoten, die das aufkommende Alter zart anzeigen. Nach einer Weile kommen auch Fruchtaromen von Mirabelle und gelben Steinfrüchten hinzu. Im Mund erneut kräutrige Noten, es dominieren jedoch reife Früchte wie gelber Pfirsich und Apfel mit spürbarer Restsüße. Im Gegensatz…

Weiterlesen Weiterlesen

Chateau D´Aurilhac Haut-Medoc Cru Bourgeois, 2005

Chateau D´Aurilhac Haut-Medoc Cru Bourgeois, 2005

Meine Güte, was für eine Farbe. Schwarz-rot, fast tintenfarben mit dichtem, tief-schwarzem Kern, keine Randaufhellung. Intensives Bouquet nach Cassis und Waldbeeren, viel Kräuterwürze und mineralische Anklänge. Wirkt noch jung, überaus dicht und tief und ist dabei mit einer derart ansprechenden Eleganz ausgestattet, wie man sie nicht von einem Cru Bourgeouis vermutet. Im Mund sehr vollmundig, mit spürbaren, noch ganz leicht ruppigen Tanninen. Facettenreicher, intensiver Früchtekorb nach Waldbeeren, insbesondere Brombeere und Cassis, wieder diese zart-süße Würze, sehr konzentriert und zupackend. Ausgezeichnetes…

Weiterlesen Weiterlesen