Eine kleine Reise durch Chablis & Mâconnais

Eine kleine Reise durch Chablis & Mâconnais

Heiko lud im Rahmen der Bonner Weinrunde uns mal wieder zu einer Probe in sein Lieblingsgebiet ein, dem Burgund. Dieses Mal ging es in die nördlichste und südlichste Appellation, Chabils und Mâconnais. Da galt es für mich nix als hin, denn diese Gebiete habe ich nicht wirklich regelmäßig im Glas. Mir war nur klar, dass es heute haufenweise Chardonnay, in all seinen Facetten, geben wird. Nach dem Aufdecken, es wurde wie immer blind verkostet, war mir dann doch das eine…

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Weingut Wittmann Riesling Westhofen Aulerde GG, 2010

Weingut Wittmann Riesling Westhofen Aulerde GG, 2010

Bei der Jungweinverkostung der Großen Gewächse 2010 hatte ich bei diesem Wein den Eindruck, dass es meinem Geschmack eher entgegen kommen würde, diesen Wein jung zu trinken, weil mich die Vermutung geleitet hat, er könne mit weiterer Reife seine (trotz Jugend schon erkennbare) Botrytisnote später zunehmend betonen. Natürlich ein Stück weit Spekulation, aber nach den letzten Erfahrungen mit einigen 2006er-GG eine vielleicht – für meinen Gaumen – nicht ganz unbegründete Annahme… Und so kam es, dass diese Aulerde trotz Ihrer…

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Beate Knebel Riesling Von den Terassen, 2008

Beate Knebel Riesling Von den Terassen, 2008

Grünliches Strohgelb. Spontanwürziger Duft nach herben, leicht grünen Steinfrüchten, etwas Tabak und Pfirsich. Schiefrige Anklänge. Schlanker bis knapp mittelvoller Antrunk, rassige Säure, fester Bau, dann wieder die schon aus der Nase bekannten herben, etwas grünlichen Steinfruchtnoten und eine saftige Pfirsichnote, die nicht süßlich wird. Deutliche Schieferwürze, im Zusammenspiel mit der Säure wird die Mineralität fast eine Spur kristalin. Mittellanges, von Saftigkeit und Schieferwürze geprägtes nachhaltiges Finale. Ein durchaus lagentypischer Untermoselaner – und ein schöner Einstieg in die Rieslingwelt der Knebels….

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Cháteau Trotanoy Pomerol, 1988

Cháteau Trotanoy Pomerol, 1988

Ein sehr unterschiedlich besprochener Wein, aus einer eher schwachen Phase des Weingutes. Der 88er soll gemäß seiner Befürworter jedoch durchaus gut gelungen sein, manche halten ihn gar für einen der besten Pomerols aus diesem zuweilen unterschätzen Jahr. Wer mal wissen möchte wie ein Petrus, L´Eglise-Clinet oder L´Evangile schmeckt, aber nicht das Budget dafür aufbringen möchte, soll hier fündig werden. Vom Terroir ist das verständlich, denn die Weingärten von Trotanoy bieten ähnliche Voraussetzungen im Vergleich zu den genannten Gütern. Alles gute…

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Bassermann-Jordan Riesling Forst Pechstein, 2004

Bassermann-Jordan Riesling Forst Pechstein, 2004

Dunkles strohgelb. Dicht und viskos liegt der Wein im Glas. Eine „braun-erdige“ Nase finde ich vor, viel Bodeneindruck, der nur zurückhaltend von gelbem Apfel und etwas Steinfrucht begleitet wird. Diese Nase bietet eine gewisse Spannung, urwüchsig erdig einerseits, verspielt aufgrund der Steinfrucht. Wird mit zunehmender Wärme expressiver. Und noch mineralischer. Ohne erkennbare Reifetöne. Fester, klarer Antrunk, sehr kompakt und erdig-würzig, aromatisch geprägt von Apfel und Steinfrucht. Zunehmend stoffiger werdend, changiert der Wein zwischen erdnussig-braunen Mineraleindrücken und seiner Frucht. Mit mehr…

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Champagne Chartogne-Taillet Millésime 2002

Champagne Chartogne-Taillet Millésime 2002

Ausladender, fruchtbetonter Duft nach mürben Äpfeln und Waldbeeren mit einer Menge Brioche und hochfeinen Reifenoten. Hinzu kommt eine cremig, kreidige Mineralik. Der Aromenkern wadelt sich laufen und so präsentiert er sich in der Nase ungemein nuanciert und packend. Im Mund explodiert dieser Chartogne förmlich. Zunächst ein zwingender und vollmundiger Auftakt mit feiner, vitaler Perlage. Erstaunlicherweise nimmt der Stoff nach dem Antrunk immer mehr Fahrt auf um dann im mittleren Verlauf ähnlich einer Silvesterrakete zu explodieren, ohne jedoch den bekannt kurzen…

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Peter Jakob Kühn – eine Vertikale 2003 bis 2007

Peter Jakob Kühn – eine Vertikale 2003 bis 2007

Im Rahmen der Bonner Weinrunde – Ausgabe März 2012 – standen elf Rieslinge von Peter Jakob Kühn zur Probe. Zur Probe standen je eine Vertikale 2007 bis 2003 vom „Mittelheim St. Nikolaus“ und „Oestrich Doosberg“, dies jeweils in der Kategorie „Drei Trauben“ – und als Zugabe gab es eine „Amphore“ aus dem Jahr 2005. Dabei war jedem klar, einfach machen es die Weine dem Verkoster nicht. Aber findet man den Zugang, wird man dafür königlich belohnt. Doch lesen Sie selbst…

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Aufbruch des trockenen Rieslings

Aufbruch des trockenen Rieslings

Am 28. Januar 2012 luden Herr Frackenpohl und ich ins Kameha Grand Hotel zu einer umfangreichen Probe trockener Rieslinge aus den 90er-Jahren ein. Bei einer solchen Probe besteht die große Gefahr, dass man nach 50 Weinen zwar alle Nuancen der Firne und sonstigen Alters- bzw. Tertiäraromen kennt, aber man ja eigentlich Riesling im Glas haben wollte, sprich Frische, Finesse, einen ganzen Korb unterschiedlichster Früchte und das einmalige Spiel aus Süße und Säure. Und dann noch die 90er-Jahre, wo der trockene…

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Torre alle Tolfe Chianti Colli Senesi Riserva, 2007

Torre alle Tolfe Chianti Colli Senesi Riserva, 2007

Dieser Chianti hat sich ein wenig zum „Hauswein“ dieses Winters entwickelt – einen „Hauswein“ klassischer Prägung braucht es grundsätzlich eigentlich nicht, denn viel zu vielfältig und spannend ist doch die Weinwelt, als sich wiederholt einem Wein zu widmen… Und doch, nicht weniger als fünf Flaschen dieses Weines sind seit der Weihnachtszeit an verschiedenen Abenden durch unsere Kehlen gelaufen… Dieser Wein war immer wieder ein gelungener Speisenbegleiter, der auch nach dem Essen noch weiter Spass machte. Weniger ein Spotlightstar, sondern ein…

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Joseph Voillot, Pinot Noir Pommard Les Combes & Volnay Les Grands Poisots, 1995

Joseph Voillot, Pinot Noir Pommard Les Combes & Volnay Les Grands Poisots, 1995

Es bedurfte einer nicht geringen Anstrengung, dem Pommard seinen Korken zu nehmen, aber mit Geduld und chirurgischem Besteck ging es dann doch ans Ziel. Mit zunächst nur moderatem Ergebnis, ein dünnes, säuerliches Tröpfen lugte aus dem Glas, fast schien es zu sagen: „was störst Du meine Totenruhe?“. Nun, ich sagte kurz „Verzeihung, ich bette Dich noch schnell um in eine Glaskaraffe – und dann lass ich Dich wieder in Ruhe“. Eine Geduld, die dieser Pinot überraschender Weise merklich dankte. Nach…

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