Durchsuchen nach
Category: Deutschland

Dönnhoff Riesling trocken „Tonschiefer“, 2007

Dönnhoff Riesling trocken „Tonschiefer“, 2007

Nach dem irgendwie wie ein Dinosaurier anmutenden Riesling Steingrubler in meiner letzten Verkostung wurde es Zeit für einen blitzsauberen trockenen Riesling. Und da ich diesmal absolut kein Risiko eingehen wollte, griff ich zu dieser Flasche. Und wurde belohnt. Schon in der Nase ein Wein wie eine Visitenkarte, die pikante Dönnhoffsche Mineralität, die im Glas liegt wie ein nasser Stein. Ein Bukett mit Waldmeister und einem von frisch geschnittenen Kräutern überhäuftem Pfirsich. Wirkt kühl und sehr reintönig in der Nase. Auch…

Weiterlesen Weiterlesen

Gutsverwaltung Niederhausen Schlossböckelheim Riesling Niederhäuser Hermannshöhle Spätlese, 2002

Gutsverwaltung Niederhausen Schlossböckelheim Riesling Niederhäuser Hermannshöhle Spätlese, 2002

Helles Goldgelb. In der Nase finden sich verhaltene Reifetöne, etwas Rauch, dann deutlich ein frisch aufgeschnittener rotwangiger Apfel. Im Antrunk leicht kräutrig und apfelig, aber sehr süß. Dieser Eindruck mildert sich mit viel Luftzufuhr (fünf Stunden in der Karaffe) jedoch überraschend deutlich ab, der Wein präsentiert nun einen eher saftigen Stil, die Süße wirkt weniger aufdringlich als zuvor, wieder deutliche Apfelnoten und Kräuter im Geschmack, begleitet von einer leichten Reifenote. Diese Spätlese bietet viel Struktur für einen Wein, der gerade…

Weiterlesen Weiterlesen

Johannishof Riesling Winkeler Jesuitengarten Spätlese trocken, 2006

Johannishof Riesling Winkeler Jesuitengarten Spätlese trocken, 2006

Wer im Weingut Johannishof Weine probieren möchte, muss hierfür in den Weintempel gehen – denn so heißt die hierfür extra errichtete Lokalität in direkter Nachbarschaft zum Weingut. Aber, liebe männliche Mitleser, man sollte sich keiner falschen Hoffnung hingeben: Die Anzahl an Vestalinnen ist übersichtlich und beschränkt sich auf das freundliche Personal, das einem die Weine zur Probe reicht. Dafür muss man im Gegenzug auch nicht reichlich Opfergaben erbringen, um Bacchus für sich zu gewinnen. Wer hier sein Geld anlegt, erhält…

Weiterlesen Weiterlesen

Siener Weißburgunder Birkheimer Mandelberg „Kalkgestein“, 2008

Siener Weißburgunder Birkheimer Mandelberg „Kalkgestein“, 2008

Gelbgold. Beim Schwenken des Glases läuft der Wein mit hoher Viskosität zum Glasgrund zurück und zieht lange Tränen nach. In der Nase dieses Weißburgunders finden sich, neben den seiner Jugend geschuldeten Hefenoten, deutlich nussige Töne, Zitrus, ein Strauß herber Kräuter, ein ganz leichter Lackton, dazu auch prägnant etwas Zitronenmelisse. Im Antrunk ist der Wein mit einer cremigen Textur versehen, die aber nicht breit wird, sondern trotz ihrer Opulenz fest strukturiert wirkt. Kräftiger Stil, geschmacklich wieder ungemein nussig, mit Zitrus- und…

Weiterlesen Weiterlesen

Siener Riesling QbA „Sponti“, 2008

Siener Riesling QbA „Sponti“, 2008

Wer die Weine des Weinguts Siener besser kennt, dürfte bei der Bezeichnung dieses Weines stutzig geworden sein. Denn etwas so Besonderes ist es dort nicht, dass die Weine spontanvergoren werden, als dass man diesen Umstand extra auf dem Etikett hätte verewigen müssen. Der Grund für die Namenswahl ist demnach auch ein ganz anderer –  so soll der Name „Sponti“ auf den „spontanen“ Einfall des Winzers zurück zu führen sein, diesen Wein restsüß auszubauen. Und diese Entscheidung ist dann tatsächlich etwas besonderes im Weingut…

Weiterlesen Weiterlesen

Brennfleck Silvaner Iphöver Kalb Kabinett trocken, 2007

Brennfleck Silvaner Iphöver Kalb Kabinett trocken, 2007

„Komm, heut schlachten wir ein Kalb!“ — was auf den ersten Eindruck nach einer blutrünstigen Grillorgie klingt, endete dann doch weitaus harmloser: Messer und Knochensäge blieben im Schrank, allein ein widerstandsresistenter Korkenzieher sollte von Nöten sein, um den „Nicht-Natur“-Korken aus dem Bocksbeutel zu hebeln. Da wünscht man sich dann doch gleich einen Schraubverschluss stattdessen. Der Name „Kalb“ hat im Übrigen auch nichts weiter mit Rindviechern zu tun, der Lagenname geht vielmehr auf  eine Verknappung des Begriffes „kahler Berg“ zurück. Helles Strohgelb mit leicht grünlichen Reflexen. In der zunächst…

Weiterlesen Weiterlesen

Reichsgraf von Kesselstatt Riesling Scharzhofberg *** Großes Gewächs, 2005

Reichsgraf von Kesselstatt Riesling Scharzhofberg *** Großes Gewächs, 2005

Klares Strohgeld. Eigenwillige, zurückhaltende Nase nach Zitrus- und Gesichtscreme. Anfänglich Boytritis-Noten, die aber kurz darauf verschwinden. Erst dahinter recht reife Fruchtaromen nach gelben Steinfrüchten und eine feine kräuterige Schieferaromatik. Der erste Eindruck im Mund ist kräftig und dicht strukturiert mit merklich, etwas sprödem Gerbstoff, dadurch leicht austrocknend. Zurückhaltendes Früchtebouquet nach Aprikose, Zitrus und Cassis. Prägnante Kräutermineralik, wieder etwas Creme. Trotz 12,5% scheint mir der Alkohol nicht ganz eingebunden, zumindest macht er den Wein zum Schluss hin recht breit. Trotzdem ist…

Weiterlesen Weiterlesen

Schloss Lieser Riesling Kabinett, 2006

Schloss Lieser Riesling Kabinett, 2006

Blassgelb. Feiner, etwas verhaltener Duft nach reifem Pfirsich und Aprikose in schöne Melange mit der typischen Schiefermineralik. Dahinter ein wenig Blütenhonig und Küchenkräuter. Die Sponti-Noten sind gänzlich verschwunden. Macht Lust auf den ersten Schluck. Dieser zeigt sich im Antrunk dann sehr saftig, aber nicht sonderlich dicht. Wieder viel gelbe Steinfrüchte, zart-herbe Kräuter und eine feingliedrige Schiefermineralik wirken durchaus animierend. Ganz feine Gerbstoffe. Der Abgang ist von mittlerer Länge, die Schiefermineralik hat es ein wenig schwer, sich zu zeigen, aber die…

Weiterlesen Weiterlesen

Dönnhoff Riesling trocken, 2007

Dönnhoff Riesling trocken, 2007

Blassgelb mit grünlichen Reflexen. In der verhaltenen Nase klassische Steinobstaromen, Zitrus und eine feine kräutrige Mineralik. Am ersten Abend im Mund recht schlank, elegant aber ohne rechte Tiefe. Einen Tag später zeigt der Wein deutlich mehr Finesse. Die Frucht ist präziser, die Mineralik ist jetzt straff und gibt dem Wein eine gewisse Dichte. Nicht ganz trockene Stilistik, Aromen nach Steinfrucht und Zitrus. Filigrane Säure und zarte mineralische Noten. Hat im Abgang etwas mehr Kraft und endet ordentlich mit zarten Noten…

Weiterlesen Weiterlesen

Weingut Wittmann Riesling Westhofener Aulerde Großes Gewächs, 2002

Weingut Wittmann Riesling Westhofener Aulerde Großes Gewächs, 2002

Zitronengeld, hohe Viskosität. Intensiver, sehr fester Duft nach Aprikose, kandierten tropischen Früchten, leicht nussige Aromen und ein Hauch von Zitrus, packende Mineralik. Nach sechs Stunden in der Karaffe wirkt das Aroma in der Nase auf den Punkt gereift. Der Antrunk ist unheimlich saftig, intensiv und reintönig, reife Steinfrüchte und ganz zarte Gerbstoffe. Im Hintergrund reife Melone und eine würzige Mineralik. Beide, Frucht wie Mineralik, halten sich ganz wunderbar in der Balance, sehr straff und tief. Im weiteren Verlauf tänzelt die…

Weiterlesen Weiterlesen