Durchsuchen nach
Category: Deutschland

Von Othegraven Riesling „Maximus“, 2005

Von Othegraven Riesling „Maximus“, 2005

Goldgelbe Farbe. In der zunächst nur verhaltenen Nase finden sich schon erste Reifetöne, Anklänge an Pfirsich-Orangencreme, etwas gezuckerte Grapefruit, auch dunkle Beeren, dazu eine würzige Mineralik. Im Mund etwas stoffig, leicht cremig, saftige Bitterorange, herbe, leicht schärfende Mineralik, hat einen deutlich süßlichen Kern, feinherber Stil, wirkt zwar dicht, aber dank seiner eher ruhigen Säurestruktur auch etwas schwerfällig. Mittellanger, leicht cremiger Nachhall, in dem sich aber ein wenig Gerbstoffe wiederfinden, die dem Wein nicht sonderlich schön zu Gesicht stehen. Wer sich…

Weiterlesen Weiterlesen

Kees-Kieren Riesling „S“ Graacher Domprobst Spätlese trocken, 2005

Kees-Kieren Riesling „S“ Graacher Domprobst Spätlese trocken, 2005

Das Graacher Weingut Kees-Kieren hat sich in den letzten Jahren beständig in der Qualität seiner Weine weiter entwickelt, ohne zugleich die preisliche Bodenhaftung zu verlieren. Sympathisch ist diese Winzerfamilie noch dazu, wie ich bei einigen interessanten persönlichen Gesprächen erfahren konnte. Grund genug, aus dem Jahrgang 2005, der hier wirklich überaus gut gelungen ist, die eine oder andere Flasche einzulagern. Goldgelb liegt der Wein im Glas. Frisch geöffnet zeigt der Wein eine verhaltene Nase nach gelben Steinfrüchten, ungemein viel Kräutertöne, die…

Weiterlesen Weiterlesen

Georg Breuer Riesling Berg Schlossberg Erstes Gewächs, 2003

Georg Breuer Riesling Berg Schlossberg Erstes Gewächs, 2003

Während ich diese Verkostung schreibe, hallt noch immer der Wein im Geiste und am Gaumen nach. Was für ein großartiges Weinerlebnis. Ich verneige mich vor diesem Werk und versuche nun trotzdem einigermaßen neutral das Erlebte in Worte zu fassen. Strahlendes Goldgelb, hohe Viskosität im Glas. In der Nase zunächst eine extrem zupackende Mineralik, glockenklare Aromen nach getrockneten Wiesenkräutern, auch frisches Heu, Essenz vom Pfirsich und filigrane Zitrusspitzen. Alles in einer perfekten Harmonie verwoben und doch von gewaltiger Komplexität, so als würden die Bestandteile…

Weiterlesen Weiterlesen

Heinrich Männle Spätburgunder Durbacher Kochberg Auslese trocken, 2003

Heinrich Männle Spätburgunder Durbacher Kochberg Auslese trocken, 2003

Diesen Wein nahm ich als Geschenk entgegen, nach dem Blick auf das Etikett mischte sich Irritation in die Freude, denn ganze 16% Alkohol verspricht die Prägung. So erklärt sich auch die 0,5l-Flasche, dachte ich mir, denn davon hat man sicher schnell genug. Bei der Verkostung sollte mich der Wein dann erneut irritieren, denn genug hatte ich nach der kleinen Flasche lange nicht. Kirschrot mit deutlichen orangenen Reflexen liegt er schwer und viskos im Glas, mit gar nicht allzu großen Kirchenfenstern…

Weiterlesen Weiterlesen

J. Friederich Riesling Bullayer Sonneck Auslese, 1976

J. Friederich Riesling Bullayer Sonneck Auslese, 1976

Es gibt Weine, die bringen mich einfach nur zum Schmunzeln… Diesen Wein habe ich vor nun mehr als vier Tagen geöffnet. Der Korken war komplett durchfeuchtet, es wuchsen Pilzkulturen aus einer schon fast vergangenen Zeit darauf. Ich habe den Wein dann in eine andere, saubere Flasche umgefüllt, an besagten Abend wurde er nur zur Hälfte getrunken. Und da stand die Flasche nun seitdem in der Kühlung und harrte ihrer Dinge. Heute endlich kam ich dazu, nachzuverkosten. Ich dachte, der Wein…

Weiterlesen Weiterlesen

Emrich-Schönleber Riesling Monzinger Halenberg Kabinett, 2007

Emrich-Schönleber Riesling Monzinger Halenberg Kabinett, 2007

Klare strohgelbe Farbe. In der zurückhaltenden Nase deutlich hefig-stoffige Noten, ein wenig Steinfrucht, leichte kräutrige Aromen und mineralische Anklänge. Deutliche Restsüße im Antrunk, der Körper entspricht den Erwartungen an einen Kabinett. Gelbe Steinfrucht, erfrischende Gerbstoffe, etwas Mineralik und eine gute Säurestruktur zeichnen den Wein aus. Der Wein wirkt gefällig ohne besondere Raffinesse oder Tiefe. Endet mittellang auf einer etwas diffusen Steinfrucht und einem Hauch Mineralität. Der Wein könnte etwas mehr Struktur und Tiefe haben, aber als einfacher Trinkspaß durchaus zu…

Weiterlesen Weiterlesen

Fürst Löwenstein Riesling Homburg Kallmuth Kabinett trocken, 2007

Fürst Löwenstein Riesling Homburg Kallmuth Kabinett trocken, 2007

Helles Strohgelb mit leicht grünlichen Reflexen. In der präsenten Nase saftige Zitrustöne, gelber Apfel mit einer deutlichen Mineralik und frisch gehackten Kräutern. Dahinter eine süßliche, exotische Frucht, die an Maracuja erinnert. Trocken im Antrunk, schlank im besten Sinne seines Prädikats, mit Zitrusnoten, eine schon elegante Art, mineralisch gänzlich durchgezeichnet, wieder Zitrus und Apfeltöne, eher geringe Tiefe, eine stahlig-präsente, erfrischende Säure. Der Wein hat einen mittellangen Abgang, hier findet sich die ein wenig an Feuerstein erinnernde, etwas herbe Mineralik wieder, auch…

Weiterlesen Weiterlesen

Künstler Riesling Hochheim Hölle Erstes Gewächs, 2005

Künstler Riesling Hochheim Hölle Erstes Gewächs, 2005

Helles Goldgelb. In der Nase mineralisch kühl, mit Orangen und Zitruszesten, auch gezuckerter Grapefruit. Mit mehr Luft baut der Wein gehörig im Glas aus, gibt weitere Schichten mit Orangenblüten und auch Waldmeistertöne preis. Es ist einfach nur eine Freude, mit der Nase durch das Glas zu tauchen. Im Mund ätherisch, kompakter Körper, saftig und dennoch druckvoll, am Gaumen kippt der Wein ins apfelig-würzige, auch feine Fencheltöne vernehme ich, der Wein verändert sich aber schnell, wird von einer angenehmen Fruchtsüße bis…

Weiterlesen Weiterlesen

Schäfer-Fröhlich Riesling Spätlese trocken Monzinger Frühlingsplätzchen, 2005

Schäfer-Fröhlich Riesling Spätlese trocken Monzinger Frühlingsplätzchen, 2005

Am Wochenende gab es bei einer interessanten Probe meiner beiden „Mitblogger“ schöne Rieslinge von der Nahe zu verkosten. Mit verdeckten Flaschen, wie das hier so Usus ist. Und was haben wir wieder herrlich diskutiert … über nicht vorhandene Korker (oder vielleicht doch), über nicht vorhandene Botrytis im Großen Gewächs (oder vielleicht doch) und und und. Bei diesem Wein, die Prognose sei gewagt, hätte sich wahrscheinlich mehr Einigkeit einstellen können… Strohgelb. In der eleganten Nase reifer Pfirsich, florale Töne und etwas…

Weiterlesen Weiterlesen

Weingut Georg Naegele, Riesling Hambacher Schlossberg „Kirchberg“ Spätlese trocken, 2007

Weingut Georg Naegele, Riesling Hambacher Schlossberg „Kirchberg“ Spätlese trocken, 2007

Das Weingut Naegele hat seine Rebflächen im Herzen der Pfalz, in Neustadt-Hambach, um genau zu sein. Im 2 ha großen Kirchberg, einer Parzelle des Hambacher Schlossbergs, stehen bis zu 40 Jahre alte Riesling-Rebstöcke, aus denen der hier probierte Wein – die Spitze des Weinguts bei trockenen Rieslingen – gekeltert wurde. Goldgelbe Farbe. In der Nase wirkt der Wein noch merklich infantil, mit Zitrustönen, Mandarinen, einer verhaltenen, kühlen Mineralik und deutlichen Blütentönen. Im Mund kraftvoller Auftakt mit deutlichem Fruchtextrakt, etwas vegetabil, dazu viel Kräuterwürze,  leicht schmelzig, süßliche Mandarinenfrucht, gut eingebundener Alkohol. Der Wein…

Weiterlesen Weiterlesen