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Category: Frankreich

Chateau Léoville Barton St. Julien, 1999

Chateau Léoville Barton St. Julien, 1999

Es gibt ja verschiedene Ansichten, was die beste Art ist, einen guten Bordeaux zu trinken: Man kann ihn als Essensbegleiter nutzen, sich mit anderen drüber austauschen –  meiner Ansicht nach ist die ideale Konsumeinheit für eine Person die ganze Flasche, und ein Essen brauche ich nur vorweg. In dieser Konstellation kann ich den Wein langsam kennenlernen und häufig passiert es mir, dass ich trotz ausreichender Belüftung den Wein beim ersten Schluck als streng und unzugänglich empfinde und ihn dann im…

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Marc Kreydenweiss Pinot Gris Clos Rebberg, 2005

Marc Kreydenweiss Pinot Gris Clos Rebberg, 2005

Gebraucht wurde ein Wein zum Grillen, und auf jeden Fall sollte er weiß sein. Denn es lagen in Knoblauch-Kräutersauce marinierte Lachsfilets und Garnelenspieße auf den Kohlen. Die Wahl fiel nicht schwer, denn dieser Wein war beim Besuch am Weingut in Andlau einer der Favoriten. Außerdem sollte der 2005er unbedingt mal ausprobiert werden, der eine oder andere Wein von Kreydenweiss lag schließlich schon zu lange bei mir im Keller. Im Glas präsentiert er sich strohgelb mit goldenen Reflexen, sichtbar angereift. In…

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Vignerons de Pfaffenheim Gewurztraminer Goldert Grand Cru, 2001

Vignerons de Pfaffenheim Gewurztraminer Goldert Grand Cru, 2001

Die Vignerons de Pfaffenheim – so sagt man – seien die beste Winzergenossenschaft im Elsass: ordentliche Lagen, saubere Arbeit an der Rebe und im Keller, faire Preise. Genau das, was ich vor einigen Jahren auf einem Kurztrip nach Colmar suchte. Ich hatte mir in den Kopf gesetzt, Elsässer Gewürztraminer mitzubringen und wollte, in Unkenntnis der Gegend, ein unkompliziertes und sicheres Einkaufserlebnis. Voilà: Golden glänzend im Glas, erkennbar schwer, aber noch keine wirklich beeindruckenden Kirchenfenster. In der Nase fast schon klischeehaft…

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Barmès-Buecher Riesling Steingrubler, 2004

Barmès-Buecher Riesling Steingrubler, 2004

Im Glas ein tiefes Altgelb mit ausgeprägten orangenen Reflexen, leicht trüb. In der Nase ätherische trockene Kräuter, Apfelschalen, Mineralität in der trockenen Frucht, auch herbe Aromen wie von Mandeln, Amaretto, dabei auch Alkohol. Im Mund wirkt der Wein sehr trocken, durchgegoren. Zunächst stehen Kohlensäure, einige Gerbstoffe und Alkohol deutlich nebeneinander, es braucht sehr viel Luft, um zueinander zu finden. Dann entwickelt sich allmählich eine junge Orange und vor allem eine gelbe Pfirsichfrucht, die nach hinten duftiger und parfümierter wird. Auch…

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Chateau Ventenac Cuvée „Le Carla“ Cabardès, 2006

Chateau Ventenac Cuvée „Le Carla“ Cabardès, 2006

Ein Reisemitbringsel eines Freundes bescherte mir meine erste Begegnung mit einem Wein aus der Appellation Cabardès, die — dort ganz im Westen — zur Region Languedoc gehört. Eine Besonderheit bietet übrigens in der AOC Cabardès die Liste der in der Appellation zulässigen Traubensorten: Aufgrund des hier vorhandenen Mischklimas dürfen Weine dort nämlich aus den bordeauxtypischen Rebsorten Caberbet  Sauvignon und Cabernet Franc und Merlot (zu mind. 40 %) mit denen in Südfrankreich typischen Syrah und Grenache (ebenfalls zu mind. 40 %) verschnitten werden. Auf den restlichen Traubenanteil fallen sodann noch…

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Chateau Fougas Cuvée Maldoror Cotes de Bourg, 2000

Chateau Fougas Cuvée Maldoror Cotes de Bourg, 2000

Im Glas ein leicht trübes und dunkles Kirschrot mit hellbraunen Reflexen, erste Zeichen von Reife, auch ein Wasserrand hat sich schon gebildet. Die Nase ist eher fruchtdominiert mit schwarzen und roten Beeren, dazu Kaffee, Rauch, auch etwas Erde und erste pilzige Noten. Im Mund fällt zuerst eine deutliche, saftige Säure auf, danach folgt ein ganzes Paket an Beeren- und Pflaumenaromen, weiter hinten dunkle getrocknete Kräuter, Spuren von Graphit und weißem Pfeffer sowie eine breite, aber feine Schicht an noch etwas…

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Chateau Chasse-Spleen Moulis en Médoc, 1986

Chateau Chasse-Spleen Moulis en Médoc, 1986

Kompaktes Purpurrot mit orangefarbenen Reflexen. Zarter Wasserrand. In der Nase reife Paprika, viel Cassis, Brombeere, holzwürzige Kakao-Nase, ein wenig alkoholisch und leichte Reifenoten. Im Mund viel reifes Cassis, überraschend saftig und animierend. Auf dem Punkt weiche Tannine, harmonische Holzwürze nach dunkler Schokolade und noch leicht feuchten Tabakblättern. Ätherische Noten mit einem Hauch von Minze und Küchenkräutern erfrischen den Gaumen und halten den Wein eher schlank und filigran. Nach längerer Belüftung werden die Schokoladennoten etwas heller, und zur schwarzen Johannisbeere paart…

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Chateau Lynch-Moussas Pauillac, 1998

Chateau Lynch-Moussas Pauillac, 1998

Chateau Lynch-Moussas fristet in der Appellation Pauillac, nicht zuletzt auch dank seiner herausragenden Nachbarschaft, eher ein Nischendasein. Nur eher selten kommt es vor, dass dieses Weingut einmal im Rampenlicht steht — und dies wohl auch zu Recht, zumindest wenn man die Weine der zweiten Hälfte der 90er Jahre als Maßstab nimmt. Der Jahrgang 1998 scheint im Weingut aber besser gelungen zu sein — insbesondere die mir bekannten Jahrgänge 1994 bis 1997 lässt er in der Qualität insgesamt nun schon zum…

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Chateau Leoville Barton, St. Julien, 1994

Chateau Leoville Barton, St. Julien, 1994

In der Nase Honig, wenig Frucht, ein Hauch Mandarine und Cassis, dann sehr viel Stein und dunkles Mineral, kräutrig. Sehr alkoholstark. Im Antrunk üppig, aber trocken. Schmelzig und sehr steinig, wieder Honig, Cassis, erste Reifetöne, herbes Mineral. Wenig Frucht. Gute Struktur. Ruhige Säure. Deutlich mittellang, steinig-schmelziger Abgang, am Gaumen hält der Wein die Balance zwischen Körper und Alkohol nicht und bleibt alkoholisch. Beim Aufdecken, nachdem ich meine Notizen niedergeschrieben hatte, war ich ziemlich überrascht, denn den Wein hatte ich ja…

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Pierre Frick Sylvaner Bihl, 2004

Pierre Frick Sylvaner Bihl, 2004

Pierre Frick aus Pfaffenheim unweit von Colmar steht für Bio, genauer gesagt für unheimlich viel Bio. Seine Weine tragen das Demeter-Zertifikat, sein Weingut gehört zur von Nicolas Joly ausgerufenen „Renaissance des Appellations“, seine Weinberge werden streng biodynamisch nach dem Mondkalender von Maria Thun bewirtschaftet, und auch im Keller setzt Frick auf schonende Methoden unter Verzicht auf Temperaturkontrolle, Gärkontrolle, Hefe- oder andere Zusätzen. Auch an Schwefel bekommen die Weine von Pierre Frick besonders wenig ab, einige sogar gar nichts. Die besondere…

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