Cavallotto Barolo Riserva Bricco Boschis Vigna San Giuseppe, 2001

Cavallotto Barolo Riserva Bricco Boschis Vigna San Giuseppe, 2001

Gute Weinfreunde muss man haben, denn so kam ich in den Genuss dieses überaus geschmacksschönen Barolo. Er erinnerte mich daran, warum meine Leidenschaft mit Barolo begann. Er hatte alles, was ich an diesem Wein schätze. Schon in der Nase dieses bunte Bukett eines Blumenstraußes, in den sich vereinzelte Minzblätter geschlichen haben, auch deutlich Würzaromen von mediterranen Kräutern deuten sich an und natürlich die klare Sauerkirsche mit einem Hauch Tabak und Bitterschokolade. Alles eher schlank und fein gezeichnet. Hat gerade nicht…

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Geheimrat J. Wegeler Erben Riesling Rüdesheimer Berg Schloßberg Erstes Gewächs, 1996

Geheimrat J. Wegeler Erben Riesling Rüdesheimer Berg Schloßberg Erstes Gewächs, 1996

Goldgelbe Farbe. Feine, gereifte Rieslingnase, die nach 30 Minuten im Glas enorm ausbaut. Zu Beginn ein nicht unüblicher kräftiger Kräutereinschlag mit Bärlauch und Kohlnoten, der allmählich verschwindet. Es treten vermehrt milde, kandierte Orangen- und Zitrusfrüchte auf. Primär wird die Nase von einer tiefen, erdbetonten Mineralik geprägt. An Schiefer erinnert mich das nicht, eher an Kalkstein mit Brioche und Kandisnoten. Im Hintergrund erste Anzeichen einer aufkommenden Edelfirne. Im Mund durchaus kraftvoll, aber ein Wein in perfekter Harmonie. Für das Jahr überrascht…

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Wagner-Stempel Riesling Siefersheimer Heerkretz, 2006

Wagner-Stempel Riesling Siefersheimer Heerkretz, 2006

Eine tänzelnd verspielte Zitrusnase, reintönig und schwebend leichtfüßig, Orangenblüte, grüne Gräser, ungemein transparent. Die Nase ist eine reine Freude, neben den Zitrusaromen gesellen sich feine Kräuternoten hinzu sowie klare Steinaromen, die an helle Mineralität, ja fast an Kalkstaub erinnern – etwas überraschend für die „Heerkretz“. Ungemein aninimierend und stimmig – soviel Eleganz und verspielte Komplexität hatten wir diesem als eher problematisch bekanntem Jahrgang nun wirklich nicht zugetraut. Im Antrunk wieder viel Zitrusfrüchte, Orangen und deren Blüten, ganz ganz feine Honigspuren,…

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Joseph Voillot Pinot Noir Volnay Premier Cru „Les Champans“, 1995

Joseph Voillot Pinot Noir Volnay Premier Cru „Les Champans“, 1995

Vor einigen Wochen hatte ich zwei einfachere Lagen des Weinguts aus dem Jahr 1995 im Glas, diese waren ein wenig jenseits des Zenits geöffnet. Von daher hatte ich die Hoffnung, dass dieser Premier Cru noch nicht auf  Talfahrt eingeschwenkt hatte- eine zum Glück begründete Annahme… Nach kurzer Belüftungszeit zeigt sich dieser reife Pinot mit einer vollen Nase, viel Kirsche und Himbeere, Minze, ein schmelziges Schokokrokant, süße Kräuter, auch eine Spur Leder und Erde. Ingesamt sehr charmant und zugänglich. Mittlerer bis…

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Bergdolt Weißburgunder Kirrweiler Mandelberg Großes Gewächs, 2007

Bergdolt Weißburgunder Kirrweiler Mandelberg Großes Gewächs, 2007

Kraftvolles Gold im Glas. In der Nase leicht angereift, jedoch noch ganz ohne Firnenoten, sehr kräftig, fleischig. Neben dieser wuchtigen Note viele Küchenkräuter, Tabak, Trockenblumen. Deutliche Mineralik. Sogar mit etwas Frische noch, insgesamt sehr schön erwachsen geworden. Die Frucht hat sich dabei fast gänzlich zurückgezogen, es bleiben Spuren von Honigmelone, Aprikosen und gelbem reifem Apfel. Im Mund zunächst durchaus … anstrengend. Deutlichere Reifenoten als in der Nase, ein wenig unangenehm hervorstehend. Gute Säure als Rückgrat, auch hier viel Tabak und…

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2 Rotweine für den nächsten Grillabend

2 Rotweine für den nächsten Grillabend

Passend zur Grillsaison und zum Steak vom Grill kamen zwei Rotweine ins Glas. Beide in der konsumentenfreundlichen Preisklasse bis 8 Euro, beide aus der Abteilung „Mittwochswein“, aber etwas anderes braucht es im Garten stehend auch nicht. Beide Weine sind sortenrein ausgebaut, einmal italienischer Nero d´Avola, einmal Blaufränkisch aus Österreich. Dass auch derart „einfachere“ Weine ein wenig Lagerung danken können, bewiesen diese beiden Kameraden… Terre di Campo Sasso Nero d´Avola IGT, 2008 Dunkles blickdichtes Schwarzrot. Eine animierende Nase ohne jede Alkoholschwere,…

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25 Jahre Smaragd – Riesling und Grüner Veltliner aus der Wachau

25 Jahre Smaragd – Riesling und Grüner Veltliner aus der Wachau

25 Jahre Smaragd von 2010 bis 1986 Jahrgangs-Verkostung Riesling und Grüner Veltliner im Rahmen der VieVinum in Wien 2. Juni 2012 Kleiner Redoutensaal, Hofburg Wien Im Rahmen der VieVinum lud die Vinea Wachau zu einer besonderen Verkostung im kleinen Redoutensaal in die Wiener Hofburg ein. 25 Jahrgänge Smaragd zurück bis 1986 standen an. Bis auf einen Weißburgunder standen naturgemäß Riesling und Grüner Veltliner im Fokus. Damit ergab sich hier eine seltene Gelegenheit nahezu die gesamte Schaffensperiode der Vinea Wachau im…

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Emrich-Schönleber Riesling Monzinger Frühlingsplätzchen Spätlese trocken, 2007

Emrich-Schönleber Riesling Monzinger Frühlingsplätzchen Spätlese trocken, 2007

Dunkles Strohgelb. Eine ätherisch-pikante Zitrusnase nach rosa Grapefruit, etwas Pfirsich und dann wieder gelber Zitrusfrucht. Man ahnt den mineralischen Gehalt dieses Weines. Kraftvoll, aber nicht unbalanciert drückt der Wein aus dem Glas. Saftiger Auftakt, mittlerer Körper, unmittelbar wird der Wein dann herb mineralisch. Tabak und Zitruszesten. Wieder Ätherik. Wirkt der Wein frisch aus der Flasche noch eine Spur (zu) süßlich, zeigt er sich mit zunehmendem Luftkontakt immer mineralisch-rassiger, die für die Lage Frühlingsplätzchen typische Frucht(süße) weicht immer weiter zurück. Tabakig…

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Wachau Jahrgang 2010 – Smaragd-Probe Grüner Veltliner und Riesling

Wachau Jahrgang 2010 – Smaragd-Probe Grüner Veltliner und Riesling

2010 wird in der Wachau aller Voraussicht als ungewöhnlicher Jahrgang eingehen. Ungewöhnlich hinsichtlich der Menge, denn sie war klein, sehr klein sogar und auch ungewöhnlich ob der Charakteristik der Weine. Ursache waren vermutlich die Wetterkapriolen, die die Winzer in diesem Jahr zu überstehen hatten. Ging es noch mit einer dauerhaften Schneedecke bis Ende Februar durchaus üblich los, war der Frühling ungewohnt kühl und regnerisch. Die Marillenbäume blühten erst gegen Mitte bis Ende April und der Austrieb der Reben lies ebenfalls…

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Heymann-Löwenstein Riesling Winninger Uhlen,1999

Heymann-Löwenstein Riesling Winninger Uhlen,1999

Dunkles goldgelb. In der Nase ein ganz leichter Reifeton, ohne störende Firne. Eine fein gezeichnete Nase, ein ganzer Korb voller gelber, reifer Pfirsiche, deutlich Kamille. Schon die Nase deutet eine leichte Cremigkeit an. Ergänzt werden die Fruchtnoten von Aromen warmer Steine und heller Brotkruste. Sehr balanciert und harmonisch ist der Gesamteindruck, einfach eine schöne und feine Nase, die zudem auch noch komplex ist. Im Mund wartet der Wein mit einer voluminösen Dichte und Weichheit auf , eine innere Schwerfälligkeit kommt…

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