Weingut Massolino Nebbiolo Langhe, 2006

Weingut Massolino Nebbiolo Langhe, 2006

Leuchtendes, dunkles Rubinrot. Dieser Nebbiolo beginnt mit einer schüchternen, feinduftigen Nase, helle Herzkirschen, Himbeere, rote Johannisbeere. Klar gezeichnet, aber leise. Aromatisch ergänzt von Hagebuttentee, etwas Teer und filigran stützendem Karamell vom Holz. Ein metallischer Anklang rundet den zurückgenommenen Auftritt ab. Mitteldichter Antrunk, eine strahlend transparente rote Frucht, die schon aus der Nase bekannt war: Himbeere, Johannisbeere und Hagebuttentee. Dazu eine frische, knackige Säure, die mit der Frucht ein gelungenes Wechselspiel eingeht. Den Alkohol schon noch gut einbindend. Zum Gaumen hin ein…

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Georg Breuer Riesling Rauenthal Nonnenberg, 1997

Georg Breuer Riesling Rauenthal Nonnenberg, 1997

Intensives, nahezu spiegelndes Grüngelb. Unmittelbar nach dem Aufziehen deutliche Firnenote und auch etwas Kellermuff. Da geht der Wein direkt für eine Stunde in die Karafffe und dann zeigte er sich, wie ich es bereits oft bei Breuer-Weinen erlebte, von einer ganz anderen Seite. Der Muff und die Alternoten nun gänzlich verschwunden. Jetzt die erhoffte klare, präzise gezeichnete Nase eines großen, gereiften Rieslings. Ausgeprägter kräuter-würziger Duft mit packendem mineralischem Spiel. Die Frucht zurückgenommen, aber grüne Apfelaromen und Zitrusfrüchte verleihen der Nase…

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Philippi Pinot Noir „R“, 2004

Philippi Pinot Noir „R“, 2004

Deutscher, hochpreisiger Spätburgunder boomt – dem Vernehmen einiger Händler nach. Und doch „kränkelt“  der eine oder andere Top-Spätburgunder deutscher Herkunft weiterhin an einem altbekannten Problem, namentlich dem teilweise zu massiven Holzeinsatz, den so macher Winzer seiner Kresenz zukommen lässt. Dass hier manchmal etwas weniger Barrique viel mehr wäre, scheint sich nur langsam und mühsam durchzusetzen. Vielleicht habe ich aber auch nur das Konzept dieser EG und GG nicht verstanden. Oder es fehlt die Erfahrung, wie so manches EG/GG nach zwanzig-…

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Weingut Bürklin-Wolf Riesling Forster Ungeheuer GC, 2004

Weingut Bürklin-Wolf Riesling Forster Ungeheuer GC, 2004

Strohgelbe Farbe. In der Nase irritierende, leicht gemüsige Noten, die an Kohl erinnern, zum Glück aber mit weiterer Belüftung im Glas abnehmen. Danach zunehmend Apfel und gelbe Steinfrucht, die aber weiterhin schwer auszumachen sind. Mittlerer bis schon voller Körper. Der Wein bietet viel Fruchtstruktur, auch hier wieder das Apfel-Steinfruchtgemisch, er wirkt aber schnell hitzig. Das ist schade, denn ansonsten hat der Wein durchaus Statur, wartet neben der Frucht mit einer merklichen Mineralität und auch salmiak-salzigen Eindrücken auf. Und doch wird…

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Casale Triocco Montefalco Rosso DOC Umbrien, 2003

Casale Triocco Montefalco Rosso DOC Umbrien, 2003

Ein alter Freund, mit dem ich vor vielen Jahren ausgedehnte Reisen durch Italien unternahm, kam kürzlich vorbei. Passenderweise brachte er ein paar dieser typischen recht mächtigen Würste mit, wie sie so gerne in Umbrien in die Pasta geschnitten werden. Damit war das Abendessen klar und dazu musste natürlich der passende Wein her. Da hieß es für mich tief in meinem Keller zu graben, bis ich in meine, mitterweile sehr überschaubare, Umbrien-Ecke angekommen war. Es sollte ein einfacher, kräftig-rustikaler Landwein sein….

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Georg Breuer Riesling Rauenthal Nonnenberg, 2003

Georg Breuer Riesling Rauenthal Nonnenberg, 2003

Eine bestens gereifte Rieslingnase drückt aus dem Glas. Die Belüftung von zwei Stunden in der Karaffe haben dem Wein zunehmend gut getan. Schon die Nase gibt einen ersten Eindruck auf den mineralischen Charakter dieses Weines preis, es prickelt fast in der ansonsten kernobstigen Nase, die einerseits eine deutliche Apfelnote, andererseits einen leichten Akazienhonigton preisgibt. Eine merkliche Botrytis scheint hier aber nicht am Werke zu sein. Mit mehr Luft auch Orangenblüte, die der ehedem schon komplexen Nase eine weitere Schicht hinzugibt….

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Domaine de Chevalier Pessac-Leognan, 1983

Domaine de Chevalier Pessac-Leognan, 1983

Der 83er von Chevalier soll ein sehr klassischer, überaus gelungener Vertreter dieses Jahrganges sein , dass überwiegend eher leichte und elegante Weine hervorbrachte. Nach meinen Dafürhalten wurden im südlicheren Medoc die besseren Weine erzeugt – es blieb dort eben trocken im Herbst, während es im Norden viel regnete. Insbesondere der Chevalier wird in der Literatur immer wieder lobend erwähnt und so kam der Wunsch auf diesen Wein einmal im Glas zu haben. Sehr helles, durchscheinendes Ziegelrotbraun mit rostbraunen Reflexen, deutlicher…

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Weingut Huber Spätburgunder Hecklinger Schlossberg GG, 2005

Weingut Huber Spätburgunder Hecklinger Schlossberg GG, 2005

Transparentes Purpurrot. Ganz verhalten orangefarbene Reflexe zum Rand hin. Aus der frisch geöffneten Flasche wirkt die Nase scheu und unzugänglich, kaum präsent. Ganz anders nach drei Stunden Karaffierzeit. Eine zunehmend komplex verwobene Nase mit roter Frucht, Kräutern, wobei hier Thymian dominiert, Krokant und weitere Schichten mit herber Sahne drängen aus dem Glas.  Mit mehr Luft zunehmende Kaffeenoten. Saftiger Auftakt, dann frische Säure zeigend, die mit der stets elegant bleibenden Extraktsüße spielt. Herzkirschen, Hagebutten und ein wuchtiger Krokantton vom Holzkontakt. Der…

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Champagne Agrapart & Fils A Avize Grand Gru Terroirs Blanc de Blancs

Champagne Agrapart & Fils A Avize Grand Gru Terroirs Blanc de Blancs

Klares Gelbgold. Ruhige Perlage. Fast noble, tiefe ungemein schmeichelnde Nase nach einem gereiften Früchtekorb, erinnert mich an mürbe Äpfel und Birnen. Gleichwertig schmelzige, recht reife Brioche-Noten nach Hefeteig und Brotkruste, dahinter etwas süße Blüten. Fullminanter, fruchtiger Auftakt im Mund. Da lacht mein Herz als Champangner-Novize. Die ersten am Tisch fangen zum rummoppern an, weil ihnen die Komplexität und die Mineralität fehlt. Ich erfreue mich dagegen an der ungemein cremigen, nahezu seidigen Textur, großer Trinkspaß im Glas und ich muss aufpassen,…

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Zwei schmackhafte Franzosen – Trimbach Emile 2001 und Bouchard Meursault-Perrieres 2004

Zwei schmackhafte Franzosen – Trimbach Emile 2001 und Bouchard Meursault-Perrieres 2004

Bei einer Mitbringprobe kamen zufällig zwei ausgezeichente Weißweine auf den Tisch. Der Hausherr bereite ganz vorzügliche Kalbsbäckchen, zu denen beide Weine auf ihre Weise gut passten. 1 Domaine Trimach Cuvée Frédéric Emile, 2001 Großartige, tiefe Rieslingnase nach kandierten tropischen Früchten, Zitronenschalen, Limettten – von Karamell ummantelt. Blutorangen, weiße Blüten, leicht oxidativer Einschlag, aber noch sehr jung und von großer Vitalität. Der Antrunk elegant und vielschichtig, wir sind am Tisch alle sofort betört  – hören die Sirenen und lassen uns verführen….

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