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Category: Deutschland

Müller-Catoir Rieslaner Haardter Herzog Auslese, 2005

Müller-Catoir Rieslaner Haardter Herzog Auslese, 2005

Rieslaner gehört zu den Traubensorten, die in der Weinöffentlichkeit ein ziemliches Nischendasein fristen. Wie sehr, zeigt schon ein kurzer Blick in die Statistik des Statistischen Bundesamtes für das Jahr 2007 — hiernach waren in Deutschland in diesem Jahr knapp 64.500 ha mit Weißweinrebstöcken bepflanzt. Hierauf entfiel auf Rieslaner, wenn die Zahlen aus dem Netz denn stimmen, exakt (Trommelbewirbel) 85 ha. Anteilig stehen diese Reben in etwa je zur Hälfte in Franken und in der Pfalz — so wie auch die…

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Weingut Spreitzer Riesling Hattenheimer Wisselsbrunnen Erstes Gewächs, 2003

Weingut Spreitzer Riesling Hattenheimer Wisselsbrunnen Erstes Gewächs, 2003

Helles Strohgelb. Feine, filigrane, aber ausdruckvolle Nase. Wirkt für einen 2003er überraschend frisch und feingliedrig, keinerlei Anzeichen von Altersnoten. Junger Pfirsich, gelber Apfel und eine kräutrige Mineraliltät, dahinter Anklänge von Cassis und tropische Früchte, zeichnen den Duft dieses Ersten Gewächses aus. Im Antrunk dominiert zunächst die deutliche Restsüße, für meinen Geschmack etwas zu viel. Langsam dringt dann jedoch eine überraschend präsente Säure durch. Wieder viel, jetzt eher reife Steinfrucht, kandierete Zitrusfrüchte, eine feine Kräuterwürze und schieferiger Mineralität. Der Wein hat einen mittleren Körper und durchaus…

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Schloss Lieser Riesling Brauneberger Juffer Kabinett, 2005

Schloss Lieser Riesling Brauneberger Juffer Kabinett, 2005

Heute ist Aschermittwoch, im Jahre des Herrn 2009 – für Überzeugungstäter Grund genug, sich in den nächsten 40 Tagen allen irdischen Genüssen zu entsagen und auf das Fasten umzusteigen. Dagegen gibt es auch dem Grunde nach wenig einzuwenden, außer vielleicht, dass die Blogbeiträge hier doch ziemlich zurückgingen, wenn wir uns beteiligten – und wer will das schon?! Wir zumindest nicht. Deshalb geht es weiter wie gewohnt: Helles Strohgelb. Dank der reichhaltigen Belüftung waren die Spontinoten nur noch wenig präsent, in der kraftvollen Nase statt…

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C. v. Schubert’sche Gutsverwaltung Riesling Maximin Grünhauser Herrenberg Kabinett, 2004

C. v. Schubert’sche Gutsverwaltung Riesling Maximin Grünhauser Herrenberg Kabinett, 2004

Bei Verkostungen kommen die Ruwer-Rieslinge von der Schubert’schen Gutsverwaltung oft schlecht weg. Dies zu unrecht. Die Weine sind durchweg spontanvergoren und liegen oft etwas länger auf der Hefe, was sie als Jungwein entsprechend verschlossen macht, so sagt man. Ich kann es bestätigen, nachdem ich die Gelegenheit hatte, einige 2007er, 2006er und 2004er zu verkosten. Der Unterschied ist deutlich. Während die jüngeren Jahrgänge völlig zu machen und neben einer Schiefernote und einer kräftigen Säure kaum Fruchtaromen bieten, wirken die reiferen Jahrgänge…

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Peter Jakob Kühn Oestricher Riesling trocken Eine Traube, 2006

Peter Jakob Kühn Oestricher Riesling trocken Eine Traube, 2006

Die Weine von Peter Jakob Kühn sind in letzter Zeit immer wieder Thema in unseren Weinrunden. Besonders der 2006er Jahrgang, der teils großen Unmut bereitet hat mit Tönen, die eher ins Klärbecken als ins Weinglas gehören. Und doch bieten die Weine den tiefmineralischen Genuss, den man sich davon erwartet — wenn man sie dekantiert, und das möglichst lange. Mit dem kleinen Rheingau Riesling und dem großen Oestricher Doosberg (beide über 24 Stunden im Dekanter) gelang das Experiment. Und auch mit…

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Weingut Bercher Grauburgunder Burkheimer Schlossgarten 1. Lage, 2004

Weingut Bercher Grauburgunder Burkheimer Schlossgarten 1. Lage, 2004

Manchmal verrät schon ein Blick auf das Rückenetikett, dass man sich den Kauf eines Weines hätte ersparen sollen. Grauburgunder, 2004, Spätlese trocken, und dann: 14,5 Prozent Alkohol. Diese Angaben wären in diesem Fall auch eine recht sichere Prognose gewesen, was sich da im Glas abgespielt hätte. Keine Ahnung, was mich bewogen hat, ihn zu kaufen. Wahrscheinlich das Frontetikett! Nun kam der Wein jedoch aus einer Auswahl von vier verschiedenen Grauburgundern für mich blind ins Glas und erntete leider nur noch irritierte Blicke. Mochte er…

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Heymann-Löwenstein Riesling Uhlen „R“ Roth Lay, 2006

Heymann-Löwenstein Riesling Uhlen „R“ Roth Lay, 2006

Es gibt Weine, die trinkt man nicht nur wegen Ihres schönen Geschmacks, sondern weil es einfach spannend ist, ihre Entwicklung im Glas zu verfolgen – Heymann-Löwensteins Flaggschiff, der „trockene“ Uhlen Roth Lay aus Winningen gehört in seinen ersten Jahren nach der Füllung sicher zu der Gruppe dieser Weine. Spannend ist das Verkosten solcher Weine deshalb, weil sie sich permanent im Glas zu verändern scheinen. So auch dieser Uhlen, er changiert geschmacklich. Ein jedes Mal, wenn man meint, man habe den…

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Reinhold & Cornelia Schneider Spätburgunder *** -C-, 2004

Reinhold & Cornelia Schneider Spätburgunder *** -C-, 2004

Bekannt wurde dieses Weingut zum einen für seine außergewöhnlichen Ruländer und Weißburgunder und zum anderen für seinen Austritt aus dem VDP im Jahr 2001. Erst kürzlich hatte ich wieder das einmalige Vergnügen, eine Auslese vom Weißburgunder zu verkosten. Die Weine überzeugen dank der eigenwilligen feingliedrigen Stilistik. Die Aromen sind vielschichtig, fast dezent und werden vom Fassausbau oft nur von einem Hauch Vanille umgarnt. Weniger bekannt sind die Spätburgunder, aber auch sie tragen die gleiche Handschrift. Unsere 2004er in der Magnum hatte eine…

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Van Volxem Scharzhofberger Riesling „Pergentsknopp“, 2003

Van Volxem Scharzhofberger Riesling „Pergentsknopp“, 2003

Was habe ich nicht schon den Kopf geschüttelt über die Kaktusrieslinge des Hitzejahres 2003 – überreif, breit und säurearm. Riesling für Gastritispatienten. Nur wenige, richtig gelungene Vertreter der trockenen / quasi-trockenen Machart hatte ich in den letzten Jahren im Glas. Dönnhoffs Hermannshöhle GG war sehr schön, auch das Freundstück GG von Mosbacher oder Kühns Doosberg 3 Trauben-Riesling, erst vor kurzem probiert, ist mir aus diesem Jahrgang in sehr positiver Erinnerung geblieben. Aber ansonsten? Decken wir den Mantel der Verschwiegenheit langsam…

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Bernhard Huber Spätburgunder Heimbacher Junge Reben, 2006

Bernhard Huber Spätburgunder Heimbacher Junge Reben, 2006

Im Glas ein leuchtend helles, dichtes Rot, fast wie bei einer Cocktailkirsche, orangene Reflexe. Das Bukett ist fruchtig-frisch mit roten Beeren, dazu Orangenschalen, eine leichte Kräuterwürze und eine etwas toastige Holznote. Im Mund setzt sich die dominierende Primärfrucht vor allem mit Himbeere und Erdbeere fort. Dazu kommt eine recht frische Säure, die von einer aromatischen Holzsüße flankiert wird. Die frische, reinsortige Frucht und die schon merkbare Holznote sind für einen einfachen Spätburgunder hervorragend ausbalanciert und machen den Wein sehr harmonisch…

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